Berichte

01.08.2015

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Einsatz

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Wespenbekämpfung

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Die Feuerwehr Echsenbach wurde heuer bereits fünf Mal zu „Wespeneinsätzen“ verständigt. Die Wespen bildeten in der Freizeitanlage Echsenbach zwei große Nester. Auch bei drei Privatpersonen mussten aufgrund der gefährlichen Lage die Wespennester entfernt werden. Dies geschieht mit profesionellen Fachwissen und geeigneter Schutzkleidung.

Wichtige Tipps zum Umgang mit Wespen:

Quelle: http://www.lovntol.at/natur/tipps-gegen-wespen.htm

  • Wespen stechen sobald sie sich bedroht fühlen. Daher heftige Bewegungen vermeiden
     
  • Wespen auch nicht wegpusten. Der Atem enthält Kohlendioxid und gilt im Wespennest als Alarmsignal.
     
  • Nur wenige Wespenarten stehen auf Süßes und Fleisch. Um diese Fernzuhalten sollten, Nahrungsmittel im Freien abgedeckt und Reste weg geräumt werden. Nach dem Essen bei Kindern den Mund abwischen um die Wespen nicht anzulocken. Aus dem selben Grund sollten Ränder von Tassen, Flaschen, Dosen und Gläsern abgewischt werden.
     
  • Daher nie direkt aus der Flasche oder Dose trinken. Am besten Getränke mit dem Strohhalm trinken und abdecken.
     
  • Um Wespen vom eigentlichen Platz fernzuhalten hilft eine Ablenkfütterung etwa 5-10 Meter weiter vom Platz entfernt. Zum weglocken eignen sich zum Beispiel: überreife Weintrauben, verdünnter Honig (ist aber schnell leer und lockt Bienen an) oder andere Süße Spießen. Aber Achtung: reiner Honig oder unverdünnte Marmelade machen die Wespen aggressiv.
    Von Wespenfallen mit Bier oder süßem Saft rät der NABU ganz ab. Die Tiere sterben in den Fallen einen qualvollen Tod. Zudem gehen nur alte Tiere in die Falle und aktive Wespen kommen davon.
     
  • Gerüche von Parfum, Cremes, Holzmöbelpolitur oder ähnlichen intensiven Düfte wie Haarspray ziehen Wespen an. Auch mögen sie bunte Kleidung oder Dekos.
     
  • Um Wespen, Bienen und andere Insekten aus dem Haus zu halten sollten Fliegengitter an Fenstern und Türen, besonders an Küchen-, Bad- und Kinderzimmerfenster angebracht werden.
    Verirrte Wespen im Haus mit einem Glas über gestülpt und vorsichtig ein Stück Papier als Boden untergeschoben das Tier wieder nach draußen bringen.
     
  • Wespennester am Haus sollten nicht einfach eingeschlossen werden. Die Wespen suchen sich einen anderen Ausgang und könnten so ins Haus gelangen. Am verschlossenen Einflugloch würden Wespen besonders aggresiv werden.
     
  • Hält man etwa zwei bis drei Meter Abstand zum Nest und steht nicht in der Flugbahn zum Nest fühlen sie sich Wespen nicht bedroht. Das gilt auch für das aufstellen von Gas- oder Holzkohle Grills
     
  • Obst von den Bäumen rechtzeitig abernten und wegbringen. Blattläusen mit biologischen Mitteln entfernen da deren süßen Ausscheidungen Wespen anzieht.
     
  • Die einzigste Wespenart nämlich Hornissen fliegen auch bei Nacht, so das sie sich bei der Abendbeleuchtung, wie Fenster und Lampen sammeln. Abhilfe schaffen Bewegungsmelder die wirklich nur bei bedarf leuchten. Wo dauerhafte Beleuchtungen benötigt wird sollte Sie so schwach wie möglich etwa durch LED-Strahler ausfallen. Vermieden werden sollten auch Leuchten die ungerichtet ausstrahlen wie Kugelleuchten oder Lampen mit Reflektoren. Natriumdampflampen sind für nächtliche Insekten schlecht wahrnehmbar. Licht in den Räumen erst einschalten wenn alle Fenster und Türen geschlossen sind. Das gilt auch für den Fernseher.
     
  • Wespen können Holzverkleidungen leicht beschädigen, da sie das Holz als Baumaterial für ihre Nester verwenden. Um evtl. ihr Holz zu schützen diese mit umweltfreundlichen Lacken und Farben pflegen.
     
  • Nach den ersten Frostnächten im Herbst sterben die Wespen. Man kann dann das Nest ohne Gefahr entfernen. Die Stelle sollte dann gut gereinigt werden damit der Geruch im nächsten Jahr keine neue Wespenkönigin anzieht.
     
  • Falls sich Wespen an ungünstiger Stelle angesiedelt haben, wenden Sie sich an Fachkundige vor Ort wie etwa Feuerwehr oder Schädlingsbekämpfer. Manchmal gibt es die Möglichkeit, ein problematisches Nest schonend um zu siedeln.
     
  • Wenn Sie selber Schädlingsbekämpfer einsetzen lassen Sie sich immer erklären und zeigen, welche Mittel das beste für Ihren Fall ist. Besondere beim Einsatz von Wespennestern in Rollladenkästen kann es zu Giften im Haus selber kommen.
     
  • Es besteht grundsätzlich kein Anspruch des Nachbarn auf Entfernung des Nestes auf eigenem Grund. Man haftet auch nicht für das Wespennest und seine Folgen, außer man hat es gezielt und bewusst dort angesiedelt.
     
  • Die meisten Wespenarten habe eine kurze Lebensdauer und ab Ende August wieder verschwunden. Nester die dann noch aktiv sind und wachsen sind von der Deutschen oder der Gemeinen Wespe. Generell kann man sagen das alle Arten deren Nester man frei sieht wie freihängend im Gebüsch oder unter dem Schuppendach, den „unproblematischen“ Arten angehören , die frühzeitig verschwinden und die auch keine Bauschäden verursachen.
     
  • Im Herbst kommt dazu das die Wespen die Wärme suchen und in Innenräume kommen. Sie können dann auch Unterschlupf im Baumaterial wie Dämmung suchen und diese beschädigen. Achten Sie auf das Austragen von Material, wie Dämmung. Ein knabberndes Geräusch ist kein Hinweis auf Nagetätigkeit! Wie bei Hornissen betteln die Larven mit Kratzgeräuschen an den Zellwänden nach Nahrung. Auch das Laufgeräusche der Tiere auf den Waben klingt wie Nagen.
     
  • Hummeln, Hornissen und viele andere Wespenarten sind gefährdete Tiere und stehen unter Artenschutz.

 

Was tun bei Wespenstiche?

Stiche von Hummeln, Bienen und Wespen sind zwar schmerzhaft, in der Regel aber ungefährlich.

Wenn man gestochen wird hilft kühlen mit Eiswürfel oder den Stich mit essigsaure Tonerde, Franzbranntwein behandeln. Als Hausmittel helfen auch Essig, Zwiebel- oder Zitronensaft und Tomatenblätter.

Wird man im Mund oder Rachenraum gestochen oder ist man gegen Wespengift allergisch sollte man sofort einen Arzt verständigen. Allergien gegen Wespenstiche sollte man bei einer Routine Untersuchung beim Arzt austesten lassen.

Und keine Angst vor großen Wespenarten. Hornissen haben keine natürlichen Feinde und brauchen sich daher auch kaum zu verteidigen, daher stechen sie praktisch nie. Und ihr Gift ist auch nicht stärker als das von kleineren Wespenarten.

Der Mythos, dass sieben Hornissenstiche ein Pferd töten können, ist längst widerlegt.

 Quelle: http://www.lovntol.at/natur/tipps-gegen-wespen.htm

Bericht: Michael Scharf
Einsatzdetails

T1

Eingesetzte Fahrzeuge: MTF

Einsatzleiter: SB Thomas Pöltner




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